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Die Andreaskapelle Wittenschwand

Andreaskapelle im Winter
Andreaskapelle im Winter
Andreaskapelle im Winter

 Die Andreaskapelle in Wittenschwand (1620-1630)

1952 wird die Andreaskapelle in Wittenschwand erworben. Über der Eingangstür steht die Jahreszahl 1727. Die Erzdiözese Freiburg teilt mit (8. Januar 1985): .,Die Quellen des Erzbischöflichen Archivs sagen über die Baugeschichte der Kapelle in Wittenschwand nichts aus, 1727 wurde sie wahrscheinlich renoviert." Matthäus Morath, Ibach bei St. Blasien, 1969, schreibt (S. 165f.): "Zur Heimatgeschichte von Wittenschwand gehört auch die Geschichte seiner alten Kapelle ... Nach Angabe des Realschematismus für die Erzdiözese Freiburg ist die alte Kapelle in Wittenschwand erbaut um das Jahr 1630'. Sie ist dem hl. Jodocus geweiht. Der hl. Jodocus ist Patron gegen die Pest und für die Siechenheime. Nun herrschte aber zu jener Zeit in unserer Gegend die Pest. In St. Blasien war sie im Jahre 1622. Auf dem Hotzenwald wütete sie im Jahre 1628. Am 10. 5. 1954 schrieb Baurat Bosch an das Pfarramt Ibach: Bei nochmaligem Ankehren in Wittenschwand haben wir festgestellt, daß das Altärchen doch ein originales Stück um die Zeit von 1620 bis 1630 ist' Es ist hier die Rede vom alten Altar in der Jodocuskapelle ... Es ist darum höchstwahrscheinlich, daß die alte Kapelle in Wittenschwand im Zusammenhang mit der Pest erbaut worden ist in der Zeit zwischen 1620 und 1630. Vielleicht hat die Sippe der Behringer ... oder die ganze Gemeinde ... den Bau der Kapelle gelobt, wenn sie von der Pest verschont bleiben!'

In der Grundsteinurkunde (22. August 1948) fürden Neubau einer größeren katholischen Kapelle in Wittenschwand heißt es: "... Als zweiter Patron soll der heilige Jodocus von der ersten Kapelle auf die zweite übernommen werden" So wird das Kirchlein zur Andreaskapelle. Die denkmalpflegerische Gesamtrenovierung bringt dem Zeitgenossen altehrwürdige Bau- und Ornamentsubstanz als Geschenk in die Gegenwart (36 Plätze).

Die Andreaskapelle wurde Ende der 80er Jahre innen und außen grundlegend restauriert.

Der neue Altar und das Kreuz wurden von Rudi Martin Lederer geschaffen. An den Ecken des Altares hat der Künstler jeweils ein Symbol für einen der vier Evangelisten angebracht :
Engel - Matthäus, Löwe - Markus, Stier - Lukas, Adler - Johannes.


Das Kreuz lädt in seiner Schlichtheit zum Meditieren ein. In der Mitte ist ein Weinkelch, an den Seiten Weizenähren zu sehen, die auf das Abendmahl hinweisen. Die zwölf Perlen , die um das Kreuz herum angeordnet sind, stehen einerseits für die Jünger Jesu, andererseits können sie auch als Symbol für das neue himmlische Jerusalem gedeutet werden.